Warum diese Site nicht in China über Google zu finden sein wird …
Mein erster Blog-Artikel greift nochmals die Zensur-Zugeständnisse von Google gegenüber China auf, die Mitauslöser für diesen Themen-Blog zu “Free Tibet” waren.
Daß sich Google damit in schlechter Gesellschaft mit Yahoo! + Microsoft befindet, macht die Zensur-Zugeständnisse leider nicht besser.
Wenn ein Chinese über Google.cn nach Begriffen wie “Tibet”, “Dalai Lama”, “Menschenrechte” oder “Tiananmen-Platz” sucht, wird er nur zensierte Suchergebnisse auffinden.
Derartig zensierte Suchergebnisse liefern auch die chinesische Bevölkerung der chinesischen Regierung aus, da keine Möglichkeit einer objektiven freien Willensbildung möglich sein kann, wenn alle Informationskanäle durch eine repressive Innenpolitik nach und nach versiegen.
Schade, daß hier wirtschaftliche Interessen von Suchmaschinenbetreibern wie Google oder Yahoo! stärker zu wiegen scheinen, als fortlaufende Verstösse gegen Menschenrechte im eigenen Land und die systematische Vernichtung der tibetischen Kultur & Natur durch China ![]()
Bereits im vergangenen Jahr kam Yahoo! in Presse-Schlagzeilen, da sie Informationen über den Journalisten Shi Tao an die chinesischen Behörden weitergeben hatten. Shi Tao wurde daraufhin im Frühjahr 2005 zu einer zehnjährigen Haftstrafe in China verurteilt.
Zitat aus Spiegel.de Bericht vom 09.02.2006 mit der Überschrift “Yahoo erneut beschuldigt, Regimekritiker verraten zu haben”:
Entweder, man befolge in China die dortigen Gesetze zu Zensur, Informationsweitergabe und Einschränkung der Meinungsfreiheit, oder man könne dort halt keine Geschäfte mehr machen. China aber gilt schon heute als zweitgrößter Internetmarkt der Welt - und als der mit den größten Steigerungsraten. Die Frage Zensur oder nicht, Informationsweitergabe oder nicht, stellt sich den betroffenen Unternehmen folglich als Wahl zwischen Ethik und Geschäft dar.
Hier gibt es eine direkte Protestmöglichkeit gegen Google Zensur in China per Mail, in der man direkt an folgende Google Verantwortlichen ein vorbereitetes Schreiben über “Students for a free Tibet” versenden kann:
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* Founder Larry Page
* Founder Sergey Brin
* Google CEO, Eric Schmidt
* cc: Google Corporate Public Relations, David Krane
* cc: Google International Public Relations, Debbie Frost
* cc: VP, Global Communications & Public Affairs Elliot Schrage
So eine Mail kostet nichts ausser ein paar Minuten Zeitaufwand - evtl. verstehen bei ausreichender und vor allem andauernder Nutzung derartiger Protestmails die Zuständigen bei Google doch irgendwann, daß sie sich bei den Zugeständnissen gegenüber China nicht mehr mit “don´t be evil” brüsten können, ohne sich völlig lächerlich zu machen.
