Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

verfälschte Tibet-Berichterstattung in den Medien

Durch das entstandene “schwarze Loch” hinsichtlich Berichterstattung aus Tibet sind die letzten Tage zu Recht vermehrt auch kritische Stimmen zu TV-Berichten und der Darstellung der Situation in Tibet aufgetaucht.

Die momentan entstehende Unterscheidung zwischen jungen & teils gewalttätigen Tibetern sowie die friedlichen Proteste von Mönchen vorletzte Woche (in seit einer Woche vom chinesischen Militär abgeriegelten Klöstern!) sind anscheinend leider zwei Seiten der gleichen Medaille :-(

Um die Zusammenhänge hinsichtlich verfälschter Berichterstattung besser zu verstehen sollte man unter “Ein Nepal für ein Tibet vormachen” (Blog von Stefan Niggermeier) nachlesen, bzw. zur allgemein hinterfragenswerter Pressedarstellung mangels vorliegender Fakten auch unter “Blutige Niederschlagung oder Pogrom” (Jens Berger, spiegelfechter.de Blog) lesen.

Weiter geht`s mit der FAZ, “Ein unheimliches Weltereignis ganz ohne Welt“:

Die Website des amerikanischen Fernsehsenders CNN etwa veröffentlichte von einem Bild, das Jugendliche beim Steinewerfen auf Militärlastwagen zeigte, nur einen Ausschnitt, in dem die Steinewerfer verschwunden waren und man nur noch einen Mann sieht, der vor den nahenden Militärwagen davonzulaufen scheint. Deutsche Fernsehsender und Zeitungen nahmen kurzerhand Fotos von nepalesischen Polizisten, die rüde mit tibetischen Demonstranten umgingen - wer will da schon so genau unterscheiden.

Die zweite Phase der Merkwürdigkeiten war, dass die chinesische Regierung danach nichts Eiligeres zu tun hatte, als das desaströse Urteil, das sich der Westen in diesem Fall vorauseilend von ihr gemacht hatte, nachträglich zu bestätigen. Mit einer martialischen Sprache („Volkskrieg“), mit waffenklirrenden massiven Militäraufmärschen, mit kurzen Schauprozessen im Fernsehen, vor allem aber mit der rigorosen Medienabschottung liefert das Regime eine fast schon absurde Karikatur seiner selbst.

Sehr objektiv empfinde ich auch den Artikel aus der Zeit mit der Headline “Die Zornigen & die Frommen“, Fazit daraus:

Bei aller westlichen Sympathie und Medienbegeisterung für Tibet: Sie hilft den Betroffenen im Ernstfall wenig. Sie kann die Protagonisten aber leicht ihre Kräfte überschätzen lassen. Der ganze Rummel um den Dalai Lama, seine hohe politische Wertschätzung in den westlichen Hauptstädten ändern nichts daran, dass die Tibeter es vor allem mit den Chinesen zu tun haben. Und zwar jetzt wieder mit den schlimmsten, den Militaristen in der Pekinger Führung. Die Tibeter brauchen eine China-, keine Anti-China-Strategie.

Wirklich sehr schade, dass die Medien gerade bei einem so heiklen Thema teils sehr oberflächlich recherchieren & berichten! Andererseits erfreulich, dass Derartiges sehr schnell aufgedeckt wird!

Ein freies Tibet kann es für mich nur geben, wenn der gewaltfreie Weg des Dalai Lama weiterhin konsequent fortgesetzt wird & Kritik von allen Beteiligten angenommen wird. Die Frage ist, wie man die “Zornigen” in Tibet erreichen kann?

Darüber hinaus bin ich nach wie vor der Meinung, dass eine tibetische Teilnahme an der Olympiade (mit dem “Tibet Team”) ein optimaler Weg wäre, um weiterhin mit friedlichen Mitteln aktiv auf die Unterdrückung der Tibeter durch Chinesen & Menschenrechtsverstösse hinweisen zu können.

Hier habe ich u.a. entsprechende Olympia Petitionen & Kampagnen aufgelistet, mit denen ihr diese Grundidee unterstützen könnt …

Tja, und bevor nun jemand die Eingebung hat, dass die Chinesen ja gar nicht “so böse” seien, dem lege ich mal folgenden etwas älteren Artikel (20.05.2007) vom Deutschlandradio ans Herz, der ausführlich auf die aktive chinesische Online Zensur & Manipulation mit dem blumigen Namen “Programm des goldenen Schutzschildes” eingeht.

Bei von Experten vermuteten etwa 300.000 chinesischen Online-Polizisten (die u.a. auch “pro China Online Marketing” betreiben) & Unterdrückung freier internationaler Berichterstattung aus China & Tibet ist es leider kein Wunder, dass die Berichterstattung aus Tibet momentan einfach nur als “schwarzes Loch” zu sehen ist.

5 Kommentare

  1. Guckt diese Seiten an und liest grundlich durch.Was haben die Menschen dort noch zu verlieren.Erst Land,dann noch ihre Familie und Freunde.Ich glaube nicht,dass diese Menschen lügen,sondern die chinesische Regierung,die alle Augenzeugen auszuweisen.

    http://www.blog.china-guide.de/index.php?entry=entry080319-052949
    http://www.blog.china-guide.de/index.php?entry=entry080321-122943
    http://www.blog.china-guide.de/index.php?entry=entry080318-214045

    Kommentar von Ogi — 22. März 2008 @ 14:56

  2. Hi Ogi,

    Danke für Deine Links - kenne ich natürlich, der ein oder andere Leser aber evtl. ja noch nicht.

    Na da hast Du mich aber gründlich falsch verstanden - ich glaube natürlich auch nicht, dass die Tibeter lügen!

    Ich kritisiere oben die teils verfälschte Darstellung der Situation in einigen Medien (Bilder aus Nepal, verkauft als aus Tibet etc.), nachdem keine unabhängigen Informationen aus Tibet verfügbar sind …

    Dass Tibeter in Tibet ausser ihrem Leben kaum noch etwas zu verlieren haben ist mir leider auch bewusst …

    Ich persönlich bin der Überzeugung, dass diese Art der gewaltsamen Proteste gegenüber einem Regime wie China zu nichts führt ausser Toten - ganz abgesehen davon, dass gerade die Gewaltfreiheit zentrale Aussage des Dalai Lama ist …

    Kommentar von Frank — 22. März 2008 @ 15:41

  3. Die USA könnten einen großen Beitrag dazu leisten, den Tibetern zu mehr Autonomie zu verhelfen.

    Vor der Klärung der Tibetfrage, sollte auf jeden Fall erst einmal die unterdrückte Bevölkerung von Hawai ihre Unabhängigkeit von den USA zurückbekommen. OK, da gibt es einen Unterschied: Tibet gehört schon viele Hundert Jahre zu China, Hawai wurde jedoch gerade einmal vor gut Hundert Jahren in einem blutigen Krieg “annektiert”.

    Solange dies nicht geschehen ist und das amerikanische Militär aus Hawai und Osteuropa abgezogen ist, muss China zurecht fürchten, dass die USA aus Tibet bloß eine weitere mit US-Raketen gespickte Scheindemokratie machen würden, wenn sie Tibet mehr Autonomierechte gewähren. Als allererstes sollte die USA aufhören, sich in innerchinesische Angelegenheiten einzumischen.

    Nun los, welcher Tibeter geht hin und erklärt das den USA?

    Kommentar von Mein Parteibuch — 22. März 2008 @ 21:03

  4. Zunächst einmal muss ich sagen, was mich bewegt hat, hier zu schreiben. Ich habe mich für Tibet nicht mehr oder weniger interessiert, als für jedes Volk, das durch Unterdrückung leidet. Das, was im Moment in Tibet passiert, ist eine einzige Tragödie, weil die Chinesische Regierung es bis jetzt nicht geschafft hat, in einen Dialog mit dem staatl. Oberhaupt der Tibeter zu treten und eine Lösung für die verfahrene Situation zu suchen. Da sich auf Grund dessen Aggressionen, Wut und Auflehnung bei der Bevölkerung gegen die “Besatzer” entladen, ist nachvollziehbar aber für ein sonst als friedliebendes, weil buddhistisches geltendes Volk erstmal irgendwie desillusionierend und traurig. Denn die Vergangenheit und die Gegenwart hat schon oft gezeigt, wozu ungenutzte Momente oder gescheiterte Anstrengungen für eine friedliche Lösung führen können. Auf der ganzen Welt existieren solche Konflikte, zwar nicht exakt in gleicher Art und Weise, aber mit ähnlichem Konfliktpotential, Entladungen von Gewalt und Verhaltensmustern der Akteure. Es ist die vielzitierte Spirale, die, einmal in Gang gesetzt, es nun noch schwerer machen wird, eine akzeptable Lösung für alle zu finden. Dies wird deutlich bei den fast verzweifelten Beteuerungen des Dalai Lamas, unbedingt auf Gewalt zu verzichten und anstatt einer völligen Unabhängigkeit lediglich Autonomie zu gewähren, während “zornige” Tibeter Feuer legen und Menschen sterben. China diffamiert ihn als Lügner und Quasi-Terroristen, schlägt mit unverhältnismäßiger Härte in Lahsa und die Tür zum Dialog endgültig zu. Und schon fängt sich die vielzitierte Spirale weiter an zu drehen! Der Westen bezichtigt China der Volksgehirnwäsche, nachdem China den Völkerkrieg ausgerufen hat, wegen ungesicherten oder gar fehlenden Informationen sitzen die für ihre Objektivität und Integrität bekannten und geschätzten westlichen Medien offensichtlich unwahren und zusammengebastelten, stimmungsmachenden Berichten/Bildern a la “BILD-dir-deine-Meinungs-Manier” auf. Dass China nun von der Welt dämonisiert wird, hat es sich durch die Ausweisung ausländischer Presse selbst zu zu schreiben, denn es weiß wohl niemand mehr genau, was in dem Land vorgeht, es ist mit dem Schlismmten zu rechnen.
    Doch gleichzeitig sollten wir nicht blind sein bei dem, was man uns aktuell von den Medien vorgesetzt bekommt. Aber genau das sind wir im Moment, blind, und zwar weil wir keine unabhängigen Informationen zur Lage in Tibet bekommen, alles an Meldungen über neue Gewaltexzesse seitens des chin. Militärs gierig aufsaugen und dabei völlig übersehen, dass die Quellen der Bilder falsch sind und die westlichen Medien sie(mutwillig?) mit fragwürdigen Beschriftungen verbreiten. Vielleicht sollen wir dadurch noch mehr in unserem Bild vom totalitären Staat bekräftigt werden, ich weiß es nicht. Ich komme dadurch zwangsläufig auch zu der Überlegung, inwiefern der Dalai-Lama von der doch einseitigen Berichterstattung profitiert, man könnte meinen sehr. Doch dies ist im Begriff ein Boomerang führ ihn zu werden, da durch die Ausschreitungen, bei denen auch Chinesen durch Tibeter umgekommen sein sollen, Sympathien, die es bei der Bevölkerung bestimmt gegeben haben wird, verloren gegangen sind und Chinesen auf Unterstützung des Dalai Lama mit Unverständnis und Wut reagieren.
    Und bei allem “China-Bashing” - bei China handelt es sich um ein Land, dass sich nicht erst jetzt im besonderen Focus der Weltöffentlichkeit befindet, es ist schließlich das bevölkerungsreichste Land der Welt, dessen Wirtschaft boomt, der Markt sich dem Westen öffnet und viele Interessen und Erwartungen an dem Entwicklungsprozess des Landes bestehen. In der Zeit nach der Kulturrevolution mit all ihren katastrophalen Auswirkungen auf die Freiheit der Menschen hat es China jedoch geschafft, langsam in das Fahrwasser moderner Gesellschaften zu finden. Nur wurde und wird dieser Prozess trauriger weise begleitet von Ausbeutung der Landbevölkerung, Zwangsumsiedlungen, Umweltzerstörung und Unterdrückung der freien Meinungsäußerung. Ohne Frage sehe ich diese Zustände als höchst bedenklich und verheerend an und bin zu recht skeptisch, was die Außendarstellung des so modernen, weltoffenen und toleranten Chinas betrifft. Dass wir jedoch für diese Entwicklung unsere Gesellschaft als Maßstab hernehmen, ist etwas zu selbstgerecht. Denn auch wir hatten eine mehr als düstere Zeit zu überwinden, um dort anzukommen, wo wir jetzt sind. Und so lange ist das auch nicht her.

    Es ist richtig, dass wir eine unabhängige Berichterstattung einfordern und verlangen, wieder Presse oder internat. Beobachter in dieses Gebiet zuzulassen. Und es ist falsch von China, ein Volk mit Repression und Hinderung an Demokratisierungsprozessen zu regieren, politische Morde zu begehen und anstatt mit Diplomatie eine Deeskalation herbeizuführen, die “Dalai-Lama-Clique” zu verfolgen und brutal zu zerschlagen.
    Aber es ist auch falsch vom Westen, stur und ohne diplomatisches Geschick ein ganzes Land mit einem eventuellen Olympia-Boykott bestrafen zu wollen, das sich trotz allem auf uns zu bewegt. Falls wir zu undifferenziert und einseitig Stellung beziehen und von oben herab mit dem Zeigefinger deuten, laufen wir Gefahr, sie zu verstoßen und zum Umkehren zu bewegen. Und wo das hinführt, kann heute niemand wissen, höchstens in der Auseinandersetzung mit Teilen der islamischen Welt erahnen. Schaden würde das sicherlich am meisten der Sache der Tibeter, deren Streben nach Autonomie ich prinzipiell für richtig halte, denn sie würden viele Sympathisanten, die für eine breite Öffentlichkeit sichtbar wären, verlieren.

    Kommentar von Djorkaeff — 23. März 2008 @ 22:12

  5. Jawohl das Land bewegt sich auf uns zu mit Massen
    von Beschlagnahmten illegal eingeführten und krankmachenden Artikeln mit gefährlichen und in Deutschland verbotenen Substanzen. Desweiteren wäre auch noch zu erwähnen, dass die eingeführten Plagiate (Artikel mit Patentrechten) gnadenlos kopiert und eingeführt werden, was vielen Deutschen Firmen ja auch schadet, das Land bewegt sich völlig Rücksicht- und Respektlos auf uns zu.
    Deshalb FREE TIBET , sollte es zu einer Fernsehübertragung der olympischen Spiele aus China kommen, werde ich um- bzw. abschalten, das muß ich ich nicht sehen, das ist mein kleiner Beitrag für ein freies Tibet.

    Kommentar von Rena — 25. März 2008 @ 01:43

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