Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

Seine Heiligkeit den Dalai Lama zu diffamieren und sich von ihm loszusagen. Nonnen weigerten sich.

Zuverlässigen Informationen zufolge wurden am 27. Juni über 300 Nonnen aus dem Kloster Samtenling in Tehor, gewissermaßen ihres Amtes enthoben. Die Sicherheitskräfte verwiesen sie des Klosters (im Bezirk Dragko, chin. Luhuo, in der Tibetisch-Autonomen Präfektur Kardze, chin. Ganzi, früher Kham), weil sie eine friedliche Demonstration planten, um ihre Unterstützung für die Nonne Tsering Tso, die am Morgen des 8ten Juni bei einer gewaltlosen Demonstration gegen die chinesische Herrschaft verhaftet worden war, zu bekunden. Außer Tsering Tso wurden am 8ten Juni die Nonnen Urgyen Lhamo und Guru verhaftet (die chinesischen Behörden bestreiten zwar Gurus Verhaftung, tatsächlich ist sie jedoch seit der Protestaktion vom 8ten Juni verschwunden).

Andere, die ebenfalls festgenommen wurden, hat man inzwischen wieder entlassen, sie wurden jedoch 19 Tage lang in ihrem Kloster unter Hausarrest gestellt und während dieser Zeit intensiver „patriotischer Umerziehung“ unterzogen.

Dabei wurde von ihnen verlangt, Seine Heiligkeit den Dalai Lama zu diffamieren und sich von ihm loszusagen. Aber die Nonnen beugten sich dem Druck nicht und weigerten sich, Seine Heiligkeit zu verleumden. Schließlich wurde den Kadern und Sicherheitskräften klar, daß ihre Bemühungen zur Umerziehung fehlgeschlagen waren. Am 27. Juni gegen 16.00 Uhr riefen sie daher die Nonnen eine nach der anderen auf, wiesen sie aus dem Kloster aus und übergaben sie ihren Angehörigen. Nur eine einzige Nonne wurde als Klosterwart zurückgelassen. Am 18. Juni gegen 11.00 Uhr demonstrierte Bhu Ngawang Phuntsok, 32, aus der Ngangpa Taktsang Familie in der Gegend Bhulshar, die zum Bezirk Kardze gehört, vor der chinesischen Polizeistation des Bezirks Kardze, indem er ein Portrait Seiner Heiligkeit hochhob, Flugblätter verteilte und Parolen rief. Unerschrocken erklärte er: „Wenn wir gezwungen werden, Seine Heiligkeit, den Dalai Lama zu diffamieren, schmerzt uns das mehr als ein Dolchstich ins Herz“, „Die chinesischen Behörden müssen die Dämonisierung und Diffamierung des Dalai Lama einstellen“, „Menschenrechte für Tibet“, „Der Dalai Lama soll nach Tibet eingeladen werden“ und so weiter. Doch schon nach wenigen Minuten überwältigten ihn chinesische Sicherheitskräfte, droschen mit Eisenrohren und elektrischen Schlagstöcken auf ihn ein und zerrten ihn fort.

Kaum eine Stunde später demonstrierten ebenfalls im Bezirk Kardze die Nonnen Yangzom, 31, Poewang (Pemo), 27, und Lhamo, 29, aus dem Kloster Yae Tsung, dem der Pang Rina Rinpoche (Phurbu Tsering Rinpoche) vorsteht (dieser wurde am 18. Mai festgenommen). Sie riefen Parolen wie „Der Dalai Lama soll nach Tibet eingeladen werden“, „Menschenrechte für Tibet“, „Tibet gehört den Tibetern“, „Laßt Pang Rina Rinpoche und die anderen politischen Gefangenen frei“. Auch sie wurden nach ein paar Minuten von chinesischen paramilitärischen Kräften mit roher Gewalt gestoppt und weggeschafft.
Am 26. Juni umstellten über 100 bewaffnete chinesische Polizisten das Nonnenkloster in Dragkar, Kardze. Sie verhafteten die leitende Nonne Tsering Wangchuk. Diese sagte ohne das geringste Anzeichen von Furcht, sie seien aber spät gekommen, um sie festzunehmen.

Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen anzunehmen:

• unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden
• unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;
• unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
• unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen
• unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen
• die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.

Pressemitteilung des: Tibetisches Solidaritätskomitee
Eingereicht durch: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

6 Kommentare

  1. Freiheit für Tibet, bedeutet Freiheit in eine unmenschliche Sklaverei der Gelbmützen-Mönche -

    http://de.indymedia.org/2008/07/221280.shtml?c=on#c512507

    Welche Übel und neuen Formen der Unterdrückung die Chinesen nach 1959 auch eingeführt haben mögen - sie schafften die Sklaverei und das tibetische Leibeigenensystem unbezahlter Arbeit ab.
    Für die reichen Lamas und Adeligen war die kommunistische Intervention eine namenlose Katastrophe.
    Die meisten ca. 80 000 von ihnen flohen ins Ausland, wie auch der Dalai Lama selbst, dessen Flucht von der CIA begünstigt wurde.
    Das Erziehungsmonopol der Klöster bedeutete vor 1950, dass der Reichtum der Klöster - erarbeitet durch Sklaven und Leibeigene nur einer kleinen Anzahl hochrangiger Lamas zur Verfügung stand. Der Dalai Lama selbst lebte feudal im Protola-Palast mit 14 Stockwerken.
    Eine Ausstellung zeigt Folterwerkzeuge,die von den Herrschenden in Tibet benutzt worden waren. Es fanden sich Handschellen aller Größen, Kindergrößen eingeschlossen.
    Es gab Instrumente für das Abschneiden von Nasen und Ohren, für das Augenausreißen, für das Abbrechen von Händen und das Durchtrennen der Sehnen in den Kniekehlen.
    Es gab Brandeisen, Peitschen, und Spezialwerkzeug für Ausweidungen.
    Das Volk hat unter den Mönchen mehr gelitten, als nur ein Mensch ahnen kann.
    Die Chinesen brachten Elektrizität, fliessendes Wasser und Schulen nach Tibet, das ist doch nicht abzustreiten.
    Ihr versündigt euch, wenn ihr nach einem freien Tibet schreit. Helft den Tibetern lieber sich von den monströsen Mönchen zu befreien, dann geht China von selber.

    Kommentar von Christa Bücker — 20. Juli 2008 @ 21:18

  2. Geschichte entwickelt sich auf der Welt nicht überall paralell; auch in Europa gab es Absolutismus und es regierten nicht nur im Mittelalter sondern auch noch erheblich später absolute Herrscher über kirchliche (und natürlich auch andere) Gebiete.
    Jeder Landesfürst, aber auch jeder Klosterabt und bestimmt jeder Bischof hatte auch die Macht, zu inhaftieren, verhören und foltern (zu lassen) und zu urteilen. Ja es gehörte zu den offiziellen Aufgaben dieser Personen und viele absolute Herrscher haben sich redlich bemüht, Gesetz und Ordnung aufrecht zu erhalten. Vieles, was uns aus diesen Zeiten überliefert und erhalten ist, erscheint uns heute natürlich sehr grausam mitunter sinnlos oder unmenschlich und ganz sicher heute unzeitgemäß.
    Wir sind jedoch noch nicht lange von dieser (absoluten) Herrschaftsform entfernt und ich denke, in Tibet ist es genauso:
    Nur weil die Dalai Lamas früher absolute Herrscher waren, darf man dem Dalai Lama von heute nicht als Folterer bezeichnen. Er hat sich immer wieder glaubhaft und überzeugt für die Menschenrechte ausgesprochen.

    Kommentar von suse — 21. Juli 2008 @ 20:19

  3. Na ja das sollt uns zu denken geben. Nur weil die Nonnen nicht nach Anweisung handeln werden sie verhaftet?… das kann doch wohl kaum wahr sein. In welch schlechtes Licht rückt sich da der Dalai Lama wohl nicht in das beste!

    Kommentar von Liftboy — 24. Juli 2008 @ 18:35

  4. fuck china !!!!
    free tibet!!!°!

    Kommentar von heinz — 5. August 2008 @ 13:34

  5. hallo möchte micht zu diesem artikel von christa bücker äußern. diese dame hat keine ahnung von tibet. derpotala wurde schon im 16jhd. erbaut. ich war voriges jahr in tibet und die tibeter sind total liebenswerte, friedfertige menschen und es wimmelt in lhasa und umgebung nur so von chinesischen soldaten, das ist wirklich erschreckend. die kloster wurden von den chinesen nach der kulturrevulotion teilweise wieder aufgebaut, da sie die eintrittsgelder der touristen kassieren! bei einer rundreise wissen die chinesen ständig genauest wo touristen sich aufhalten, du bist ständig unter kontrolle!!!

    Kommentar von johanna jaeger — 5. August 2008 @ 17:17

  6. Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich möchte mich zu dem Thema Freiheit für Tibet äußern.
    Was die Chinesische Regierung mit den Tibetern macht ist nicht berechtigt. Normalerweise hätten die Olypiateilnehmer China boykottieren sollen.Außerdem müsste man einen Internationalen Bund gegen China gründen,dort einmarschiern, und das Szenario nachspielen wie Tibet unterdrückt wurde. Dann wissen diese Kommunistenschweine wie es ist in Unterdrücken zu leben und keine Rechte zu haben. Dieses Grausamkeieten die die Chinesen den Tibetern antun müsste man einstellen.Vielen Dank

    Kommentar von Jonas — 14. August 2008 @ 10:00

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