Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

Peking will mit Dalai-Lama-Vize reden

Dialogangebot mit Seitenhieb: Nach Informationen der Nachrichtenagentur Xinhua will sich die chinesische Regierung nun doch mit einem Vertreter des Dalai Lama treffen - um ihn zu ermahnen, nicht “zu Gewalt anzustiften”.

Überraschende Ankündigung: Rund drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking wollen Vertreter der chinesischen Regierung in den nächsten Tagen offenbar einen Vertreter des Dalai Lama treffen. Die zuständige Abteilung der Zentralregierung werde “in den nächsten Tagen Kontakt und Konsultationen mit dem privaten Vertreter des Dalai” aufnehmen, zitiert die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua einen nicht namentlich genannten Regierungsvertreter. Grund sei auch die wiederholte Bitte von Seiten des Dalai Lama, die Gespräche wieder aufzunehmen.
Gleichzeitig betont Peking allerdings, dass sich die Politik der chinesischen Regierung gegenüber Tibet nicht geändert habe. Chinas Regierung hoffe, dass der Dalai Lama glaubwürdige Schritte machen werde, die Aktivitäten zur Spaltung Chinas zu beenden. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter müsse auch aufhören, “zu Gewalt anzustiften” und die Olympischen Spiele zu stören und zu sabotieren, um die Bedingungen für die Gespräche zu schaffen. Nach Ausbruch der tibetischen Protesten im März hatte die Regierung in Peking dem religiösen Oberhaupt der Tibeter vorgeworfen, Drahtzieher der Gewalt zu sein.
Kurz zuvor hatte sich EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso nach Gesprächen mit Regierungschef Wen Jiabao in Peking optimistisch gezeigt, dass es in der Tibetfrage “bald eine positive Entwicklung” gebe.
Sowohl die EU als auch die USA hatten seit Beginn der anti-chinesischen Proteste in Tibet im März wiederholt einen Dialog zwischen der Regierung in Peking und dem Dalai Lama gefordert. Seit 2002 hat es bereits sechs Dialogrunden zwischen Vertretern des Dalai Lama und der chinesischen Regierung gegeben. Dabei wurden bislang aber keine greifbaren Fortschritte erzielt. Die letzte Runde war im Juni 2007. Unabhängige Quellen, die mit dem bisherigen Gesprächsverlauf vertraut sind, hegen den Verdacht, dass Chinas Regierung die Treffen vor allem dazu benutzt habe, nach außen Gesprächsbereitschaft zu zeigen, um Kritiker zu besänftigen und Zeit zu gewinnen.
(jam/AFP/dpa)

1 Kommentar

  1. Die chinesische Regierung sollte solche Gesprächsangebote nicht aus taktischen Gründen machen, sondern endlich einmal Menschlichkeit beweisen und ernsthaft versuchen im Dialog mit Vertretern Seiner Heiligkeit nach Lösungen zu suchen, die dem tibetischen Volk ein Leben in spiritueller und kultureller Freiheit ermöglichen.

    Kommentar von Sascha Bayer — 28. April 2008 @ 15:29

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