Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

Olympische Flamme erreicht Indien

Neu Delhi - 15.000 Polizisten aus dem ganzen Land sind nach Neu Delhi beordert worden, um den olympischen Fackellauf zu sichern. Aus Angst vor Protesten und Anschlägen hält die indische Regierung alle Informationen zurück, die ersten Demonstranten haben mit einem “Friedenslauf” begonnen.

Der Präsident des örtlichen Olympischen Komitees, Suresh Kalmadi, nahm das Feuer am frühen Morgen auf einem Militärflughafen in Neu Delhi in Empfang. Tausende Polizisten hatten am Mittwoch die Ankunft der olympischen Flamme vorbereitet. Sie errichteten Barrikaden rund um die auf drei Kilometer verkürzte Laufstrecke, um mögliche tibetische Proteste zu verhindern. Die Flamme war zuvor durch das benachbarte Pakistan getragen worden.
Der Lauf durch Neu Delhi zählt zu den heikelsten Etappen des weltweiten Fackellaufes. Rund 100.000 tibetische Flüchtlinge leben in Indien, darunter auch das geistliche Oberhaupt, der Dalai Lama. Für heute rechnet die Polizei mit rund 3000 Demonstranten, die unter anderem einen alternativen Fackellauf organisieren wollen. Laut dem indischen Fernsehsender NDTV will Neu Delhi auch auf die ursprünglich als Zuschauer eingeladenen Schulkinder beim Fackellauf verzichten. Damit wird die olympische Flamme praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch die Stadt getragen. (AFP) ONE WORLD, ONE DREAM: FREE TIBET

5 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach sollten die Proteste unbedingt friedlich bleiben, wie es auch der Dalai Lama fordert. Ich befürchte, dass es noch zu vielen Verletzten oder gar Toten kommt.
    Ansich hat der olympische Fackellauf ja einen pazifistischen und völkerverbindenden Grundgedanken,er kann auch eine Basis für viele Gespräche sein, auch deshalb sollte man China immer wieder einen konstruktiven Dialog anbieten.
    Bestimmt kann man Kompromisslösungen erarbeiten, das kann aber nicht die Aufgabe von Sportlern sein, hier sind Diplomaten, Politiker und wissenschaftliche Berater (Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Historiker, “Friedensforscher” etc) gefragt.

    Kommentar von suse — 17. April 2008 @ 13:30

  2. Friedliche Proteste gut und schön. Aber wie oft soll man China noch Gespräche anbieten?

    Ich halte diese Sicht für sehr blauäugig. Und das, obwohl ich den Dalai Lama sehr bewundere und von ihm auch gar nichts anderes als eine friedliche Lösung erwarte. Aber wie eine Exiltibeterin einmal so schön formulierte: Wir sind Tibeter (resp. Menschen), keine Buddahs.

    Man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass China anders denkt. Die sehen in den westlichen “Einladungen zum Dialog” Schwäche, keine Kompromissbereitschaft. Und von den Sportlern zu verlangen, nur ja nicht den Mund aufzumachen, damit die Chinesen nicht sauer werden, gleichzeitig aber wegzuschauen, wenn im Land Regimekritiker nicht nur mundtot gemacht werden - das ist erbärmlich! Irgendwo hört sich die Diplomatie auf, nämlich dort, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden!

    Ich bin nicht für Gewalt. Ich bin aber ebenso wenig fürs Wegschauen und den Schwanz einziehen. Ich würde auf mein Recht auf Meinungsfreiheit bestehen! Oder soll der Westen etwa auch zusehen, wenn Sportler, die ihre Meinung äußern, kaltblütig erschossen werden?

    Kommentar von Nina — 19. April 2008 @ 07:25

  3. Ich sage ja gar nicht; dass die Sportler “ihren Mund nicht aufmachen” sollen! Ich finde es gut und richtig, wenn sie eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten. Aber ich denke, dass viele, gerade junge Sportler ihr halbes Leben auf diese Spiele “hintrainiert” haben, ich finde es ganz normal, dass sie jetzt auch an den Wettkämpfen teilnehmen möchten und die Diskussion um einen Boykott bestimmt auch belastend finden.

    Es soll ja diese Armbänder geben und bestimmt kann man mit T-Shirts oder anderen Bekleidungsstücken etwas demonstrieren, aber ich halte es für legitim, dass Sportler in diesen Tagen in erster Linie die Wettkämpfe im Sinn haben. Sicher gibt es auch im Rahmen der Spiele viele Interviews, in denen sich die Sportler äußern können.
    Deshalb finde ich es wichtig, dass gerade jetzt viele verschiedene Menschen nach China reisen. Sportler, Sportfans, Touristen, Studenten und Schulklassen, Reporter aber eben auch Politiker und Diplomaten. Und jeder kann, mit den verschiedensten Gesprächspartnern eine Dialog führen. So erreicht man viele Menschen. Das mag blauäugig sein, aber es ist meine Meinug.
    Ich denke, es wäre eine Aufgabe der UNO mit China über die verschiedenen Möglichkeiten für Tibet zu verhandeln.

    Kommentar von suse — 19. April 2008 @ 08:52

  4. Wie sollen denn all diese Leute nach China reisen, wo sie soeben des Landes verwiesen wurden? Sämtlichen ausländischen Studenten wurde über den Sommer der Aufenthalt in China untersagt. Von Touristen will ich gar nicht reden.

    Und das Tragen entsprechender T-Shirts und Bänder ist sowohl für Sportler als auch Zuschauer verboten.

    Kommentar von Nina — 19. April 2008 @ 09:19

  5. China kann vermutlich auch die Stadien mit parteitreuen und “propagandahörigen” Chinesen
    füllen.

    Kommentar von suse — 20. April 2008 @ 08:28

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