Olympiagegner nach Schnellverfahren 5 Jahre Gefängnis
China verurteilt den Olympiagegner Yang Chunlin in einem Schnellverfahren zu 5 Jahren Haft …
Der ehemalige chinesische Bauer & heutige Bürgerrechtler Yang Chunlin wurde wegen “Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt” zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt.
Nach Aussage seiner Schwester wurde der 52-jährige zum Ende der Verhandlung mit einem elektrischen Schlagstock zu Boden gezwungen, als er ihr zu Hilfe eilen wollte, da sie einen Ohnmachtsanfall hatte.
Der erste Prozess fand bereits am 19ten Februar 2008 statt, die Urteilsverkündung letzten Anfang letzter Woche am 24ten März 2008.
Was war Yang Chunlins “Vergehen”, welches eine derart harte Strafe zur Folge hatte?
Er hatte Mitte 2007 in einem Brief «Menschenrechte, keine Olympischen Spiele» gefordert und damit 10.000 Unterschriften von größtenteils landlosen Bauern gesammelt, um auf die kritische Lage der Bauern in seiner Heimatprovinz Heilongjiang hinzuweisen …
Ach ja, warum ich jetzt erst darüber schreibe, obwohl der erste Prozess bereits am 19ten Februar 2008 stattgefunden hat?
Einfach um aufzuzeigen, dass China nicht erst seit den Aufständen in Tibet verschäft & völlig unverhältnismäßig gegen Menschenrechtler oder Olympiagegner vorgeht. Zitat AI:
Diese Behandlung schließt sich an vorherige Berichte an, dass Yang Chunlin in Polizeigewahrsam gefoltert wurde. Seine Arme und Beine wurden ausgestreckt an die Pfosten einer Eisenliege gefesselt, so dass er sich nicht bewegen konnte. Er musste dann in dieser Position essen, trinken und seine Notdurft verrichten. Zudem musste er die Notdurft anderer Gefangener beseitigen, die auf dieselbe Weise gefoltert wurden. Das geschah Anfang August 2007 sechs Tage lang und im September 2007 einen Tag lang. Berichten zufolge soll er auch von einem Mithäftling verprügelt worden sein und keiner der Beamten soll eingeschritten sein, um den Übergriff zu beenden. Yang Chunlin hatte keine Möglichkeit, diese Misshandlungsvorwürfe vor Gericht vorzubringen.
Leider scheint das Thema Menschenrechte in China die Öffentlichkeit erst jetzt wieder mal zu interessieren, seit die Tibeter die Weltöffentlichkeit wachgerüttelt haben …
Es gibt bereits seit dem ersten Verfahren eine sogenannte “Urgent Action” von AI (Amnesty International) für Yang Chunlin …
via netzzeitung

Fernsehboykott
Dass die Olympiade in China stattfindet, war schon immer ein Witz, und nach den Ereignissen in Tibet ist es das umso mehr. Doch der Medienbetrieb ist zu gut geölt, als dass die Nationalen Olympischen Komitees ernsthaft an einen Boykott denken würden: Für sie steht einfach zu viel Geld auf dem Spiel. Auch die Fernsehanstalten werden nicht an einen Boykott denken, denn sie erhoffen sich Milliarden Werbeeinnahmen. Bleibt uns also nur eine Wahl: Den chinesischen Olympiazirkus im Fernsehen zu boykottieren, und diesen Boykott öffentlich zu machen.
Kommentar von Jürgen — 31. März 2008 @ 14:54
Das die Spiele nun in China stattfinden wird nicht mehr zu verhindern sein. Ich bin auch der Meinung, dass es gut ist das sie dort stattfinden, denn für China ist es viel schlimmer, wenn der große Teil der Olympia - Fans mit Tibet sympathisiert. Man stelle sich nur vor das die Sportler mit pro Tibet Meinungen auftreten. China kann zum Glück nur ihre eigene Berichterstattung mit 40 Sek Verzögerung senden. Der Rest wird dies nicht tun
Diese Nadelstiche sind für die Chinesen doch das schlimmste.
Das Größte wäre wenn sich alle Sportler mit pro Tibet Flaggen Shirts usw. ausstatten würden.
MfG
Tom
Kommentar von Thomas — 31. März 2008 @ 18:06
wenn man bedenkt das die meisten demonstranten wussten worauf sie sich da einließen …
- man stelle sich vor wie verzweifelt die wohl schon sind …
Kommentar von Obiwan Kenobi — 31. März 2008 @ 20:49
Ihr Fernseh- Boykott- Freiheitshelden,
Boykottiert euch doch selbst, wenn ihr könnt!! Tibet gehört zu China. Ihr habt nicht die Spur einer Ahnung wie es in China aussieht und wisst gar nichts von den Interessen der US- Militärs in Mittel- Asien. Menschenrechte sind den Free Tibet- Leuten doch scheißegal!! Die Amis haben 12 Jahre Vietnamkrieg geführt, um einen Fuß in die Tür zu kriegen, da ist der Lama doch ein willkommenes Schaf.
Feiert ihn nur weiter, ihr Helden!!
Kommentar von emil — 31. März 2008 @ 21:01
@ emil
Welch geistes Kind du bist!
*Kopfschüttel*
Kommentar von Thomas — 1. April 2008 @ 07:51
@ Emil:
Gott was schreibst du da? Warste überhaupt mal in China??? –> Was die hier zu durchziehen versuchen ist wiederlich. Tibet ist ein FREIES Land. Und Dalai Lama ist nicht ihr Anführer. Er ist lediglich das geistige Oberhaupt. Der Papst ist ja auch nicht der Anführer von Italien…
studieren– dann schreiben lautet die Devise!
mfg
Kommentar von Heike — 1. April 2008 @ 12:02
PLEASE No second nazi time in Tibet !
Kommentar von Chris — 1. April 2008 @ 12:54
Olympisches Peking und Tibet
Meine Anliegen sind die Todesstrafe und die Umerziehungslager abzuschaffen. Die Internet-zensur aufzuheben, damit alle Chinesinnen und Chinesen ungehinderten Zugang zum Internet haben sowie Repressalien gegen MenschenrechtsverteidigerInnen einzustellen und deren Rechte zu garantieren, insbesondere das Recht auf freie Meinungsäusserung.
Ich habe viele Information aus Nachrichten zu Tibet und Peking geholt. Es ist tragisch, was man mitlesen muss. Was mich traurig macht, kein Bettler, kein Dissident, kein enteigneter Bauer und kein zorniger Tibeter soll das Fest stören. Oder kein Staub sollte auf den glän-zenden Fassaden des neuen Peking liegen.
Heute ist China eines der ungerechtesten Länder der Erde. Die Kluft zwischen Reich und Arm ist grösser als in vielen Ländern Afrikas.
Die Altstadt wurde abgerissen, die Bewohner der Häuser mussten weggehen. (Man weiss heute nicht, wohin diese Bewohner gehen mussten, ob sie auf der Strasse leben oder in ei-nem Lager) So wurden an der Stelle neue Wolkenkratzer gebaut.
Wer demonstriert, Gegner der Olympiade mussten in Umerziehungslager, dort wird Gehirn-wäsche betrieben. Leute werden gefoltert, misshandelt, bis sie wie das Regime denken.
Noch etwas: Häftlinge bekommen keinen Anwalt, müssen gratis arbeiten im Arbeitslager. Jedes Jahr werden etwa 8000 hingerichtet, nach dem Tod werden den Hingerichteten Orga-ne entnommen und für Transplantation verwendet.
Es sieht aus, als ob sich die Bevölkerung nicht wehren kann, um die Menschenrechte zu ver-langen. Deshalb boykottieren die Tibeter, um sich zu befreien.
Es gibt noch vieles zu schreiben, aber hier geht es um kurze Texte.
Kommentar von Corinne Parrat — 6. Juni 2008 @ 09:30