10ter März 2006 - Flagge zeigen für Tibet
Seit 1996 organisiert die Tibet Initiative Deutschland e.V. eine eindrucksvolle Flaggenaktion, welche in der 10-jährigen bisherigen Geschichte der Aktion bereits eine sehr positive Entwicklung & Beteiligung zeigte. Die Tibet Flaggen sind in Tibet von China (in China selbst natürlich auch) verboten, die öffentliche Darstellung oder auch nur der Besitz einer Flagge bringt schwere Strafen für jeden Tibeter mit sich. Die Tibet Flaggen sind zu einem internationalen Freiheitssymbol für Tibet geworden.
Städte, Gemeinden und Landkreise weisen auf unterdrücktes Volk hin - Seit 1950 wird das ehemals souveräne Tibet von China besetzt gehalten. Der bis heute andauernden Unterdrückung des tibetischen Volkes wird jedes Jahr am 10. März gedacht. Die Tibet Initiative Deutschland hat 2005 zum zehnten Mal zu diesem Gedenktag eine besonders eindrucksvolle Aktion organisiert: Immer mehr deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise setzen ein Zeichen für ihre Solidarität mit Tibet und hissen am 10. März einen Tag lang die tibetische Flagge. Nahmen an der ersten Flaggenaktion 1996 zunächst 21 Kommunen teil, so ist die Zahl der Teilnehmer von Jahr zu Jahr stetig angewachsen. Im Jahr 2003 waren es erstmals mehr als 500. Im Jahr 2004 nahmen 571 Kommunen teil und 2005 nahmen 650 Städte, Landkreise und Gemeinden teil. Unser Ziel für 2006 ist eine weitere Steigerung dieser Beteiligung.
Hilf mit diese Aktion zu unterstützen und überprüfe zuerst hier, ob Deine Stadt oder Gemeinde bereits in 2005 an der Aktion teilgenommen hat.
Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es klasse, wenn Du Deinem Bürgermeister den dort vorbereiteten Brief sendest, um ihn zur Beteiligung an der Aktion am 10. März 2006 aufzufordern. Es besteht für Gemeinden die Möglichkeit die Flagge bei der “Tibet Initiative Deutschland e.V.” auszuleihen, so daß lediglich Rückporto-Kosten entstehen.
Leider ist die Website der “Tibet Initiative Deutschland e.V.” ein “blödes Uralt-Frameset”, so daß es nicht möglich ist die exakten Unterseiten direkt anzulinken. Es ist aber alles über den obigen Link leicht auffindbar.
Habe selber gerade festgestellt, daß mein Wohnort “Bad Bellingen” noch nie an dieser Aktion teilgenommen hat. Gleich mal testen ob und wie der Bürgermeister Herr Günter Kurpjuweit auf meine Mail mit dem Musterbrief-Text reagiert ![]()
Weitere Informationen und auch eine Bestellmöglichkeit für Tibet Flaggen in 2 Größen ebenfalls über diesen Link, von dem aus man die Unternavigation nutzen muss, um innerhalb des Framesets weiter zu navigieren.
Noch ein kurzer Ausflug in die Geschichte der tibetischen Flagge, große Ansicht durch Anklicken der kleinen Flagge:

Die tibetische Flagge in der heutigen Form wurde unter dem 13ten Dalai Lama (Thubten Gyatso, 1876-1935), dem Vorgänger des aktuellen 14ten Dalai Lama (Tenzin Gyatso, gebürtig Lhamo Dhondrub, geboren am 6. Juli 1935 in Taktser, Provinz Amdo, Tibet), mit der aktuellen Symbolik eingeführt.
Die Bestandteile/Symbole der tibetischen Flagge:
- Der Rand der Flagge: der goldene Rand an 3 Seiten der tibetischen Flagge (links, oben, unten) steht für die Verbreitung der buddhistischen Lehre & Ideale. Der rechts offene goldene Rand steht für die weitere Verbreitung der Lehre Buddhas in alle Richtungen.
- Die roten und blauen Strahlen: Die sechs roten Strahlen auf dem blauen Grund des Himmels repräsentieren die sechs Ur-Stämme des tibetischen Volkes. Die beiden Farben rot und blau stehen darüber hinaus auch für tibetische Schutzgötter Palden Lhamo und Tschamsi.
- Das weisse Dreieck: steht als symbolischer Berg für die Himalaya-Gipfel auf dem “Dach der Welt”, von denen Tibet rundum umgeben ist
- Die Schneelöwen: die beiden Schneelöwen stehen für die traditionelle tibetische Unterscheidung zwischen geistlicher und weltlicher Macht in Tibet
- Die Sonne: die aufgehende Sonne symbolisiert Freiheit für Tibet, sowie Freude & Glück für alle Tibeter
- 3 flammende Juwelen: die beiden Schneelöwen halten drei flammende Juwelen nach oben, welche für die Verehrung der sogenannten “Drei kostbaren Juwelen” stehen. Die “drei kostbaren Juwelen” stehen für Buddha, seine Lehre (Dharma) und die buddhistischen Anhänger (Sangha).
- Rundes Juwel: das untere größere runde Juwel (mit dem Ying & Yang inside) soll die Tibeter erinnern sich immer an die Gesetze & Ethik ihrer Traditionen zu halten

Diese Aktion kann ich nur begrüssen. Die Geschichte Tibets geht mir auch recht nahe, und ich werde mal schauen inwieweit wir diese Aktion noch weiter unterstützen können.
Auf jeden Fall werde ich dieses Blog jetzt häufiger mal verfolgen, es scheint schon jetzt recht vielversprechend zu sein
Sonnige Grüsse aus Spanien
Kommentar von Florian — 20. Februar 2006 @ 21:06
[…] Bin gerade über ein ganz interessantes neues Tool gestolpert, wo man die Suchergebnisse von Google und Yahoo nach Ländern getrennt in einem Vergleich anschauen kann. Bisher sind Amerika, China, Deutschland und Frankreich hinterlegt - beim direkten Vergleich finden sich viele Unterschiede bei länderspezifisch zensierten Suchbegriffen. Hierbei wird bei der normalen Websuche automatisch eine Auswertung der ersten 10 Suchtreffer vorgenommen, als deren Resultat die 50 am häufigsten vorkommenden Wörter (gewichtet wie bei einer “Tag-Wolke” in einem Blog) auf englisch angezeigt werden. Bei der Suche nach “Free Tibet” auf Google für Deutschland und China sind die Effekte der Google-Zensur auch schon an der Tag-Wolke gut nachvollziehbar. Bei der Bildersuche werden ein oder mehrere Bilder angezeigt - wobei ich nach nem Test mit “Dalai Lama” auch in der chinesischen Bildersuche entsprechend passende Bilder angezeigt bekomme? Da der “Dalai Lama” auch Gegenstand der Zensur in China ist, wundert mich das etwas - zumindest die Trefferanzahl ist deutlich geringer. Bei der Bildersuche nach “Free Tibet” bekomme ich für google.cn zwar entsprechende Banner gezeigt, aber im Gegensatz zum deutschen Ergebnis nicht eine der tibetischen Free-Tibet Flaggen. Das Tool wurde an der Indiana University School of Informatics im März diesen Jahres entwickelt und nennt sich CenSEARCHip. […]
Pingback von Google Ergebnisse länderspezifisch vergleichen und Zensur erkennen — 17. März 2006 @ 18:13
Hi ihr. bin auch gro�er tibet fan. finde diese aktion echt fanta. werde hin und wieder den block besuchen.und schaun was sich r�hrt.
Bye. Hel.
Lieben Gru� Micha
Kommentar von Micha — 9. Oktober 2007 @ 07:37
Kommunismus hat noch nie auf der Welt etwas gutes bewirkt. Es tut mir im Herzen weh, mit anzusehen, wie Tibet, eine so wunderbare Kultur von den Chinesen mit Füßen getreten wird. Würden wir in Deutschland sowas mit Minderheiten machen (Juden, Neger, etc.) wäre der Protest und der Widerstand gewaltig.
Eines hat uns die Menschheitsgeschichte aber gelehrt: Diktaturen halten nicht ewig. Die DDR ist weg, eines Tages wird in Nordkorea der US Präsident als Freund empfangen werden und irgendwann ist auch Tibet frei. Bestimmt!!
Kommentar von Tobias Drachenreiter — 8. März 2008 @ 23:59
Ein Mensch mit so vielen rassistischen und politischen Vorurteilen wie Tobias Drachenreiter sollte die Free Tibet -Seite doch bitte meiden!
Kommentar von Hanna Ullrich — 16. März 2008 @ 08:59
Ein Mensch mit so wenig politischem und geschichtlichem Verständnis wie Hanna Ullrich sollte zuerst das Gehirn einschalten, bevor sie hier etwas schreibt. Ich stimme Tobias Drachenreiter zu.
Was sich die chinesische Verbrecherbande seit über einem halben Jahrhundert in Tibet erlaubt, das schreit zum Himmel.
Hier in Deutschland geniessen Minderheiten in vielen Fällen sogar mehr Rechte als Deutsche.
Kommentar von Alma Gestos — 16. März 2008 @ 11:14
@ Tobias
Protest gegen derartige Vorgehensweisen sind in jedem demokratischen Land “normal” - egal welche Minderheit betroffen ist … mir geht´s hier ausschließlich um Tibet. Danke für den Artikel bei Dir
@ Hanna
Ohne weiter zu Tobias Drachenreiter recherchiert zu haben, würde ich pauschal keinem Kommentierenden hier das Wort verbieten wollen, solange er einen passenden Beitrag abliefert.
@ Alma
Wäre dankbar, wenn ihr die Diskussion um Minderheiten in Deutschland auf entsprechende Blogs verlagern könntet & hier im Blog Tibet im thematischen Fokus bleibt.
@ all
Einen Mindestanstand (im Sinn von Netiquette) in der gegenseitigen Ansprache ohne Beleidigungen an den Tag zu legen, ist hier Grundvorraussetzung für Kommentare, da ich ansonsten weitere Kommentare einfach löschen werde …
Kommentar von admin — 16. März 2008 @ 19:43
Hallo ich verbanne heute alle Produkte “Made in China” aus unserem Laden. Und werde unsere Schaufenster mit Tibet Flaggen schmücken. Eine Anzeige in der Tageszeitung mit “China Free Shopping” macht das ganze publik. Auch bekommen unsere Firmenfahrzeuge eine Tibetflagge verpasst
Kommentar von ITLutz — 19. März 2008 @ 12:22
Vor einem Monat war ich zum 2.Mal in Tibet. Eine Schande, was die Chinesen dort treiben. Ich habe ein neues Feindbild- die Chinesen. Denen gehören dort alle Shops, jedes Restaurant, sämtliche Hotels. Angestellte sind Tibeter nur dann, wenn nicht genug Chinesen zur Verfügung stehen. Es ist so traurig, vor dem Jokham zu stehen und die roten Fahnen auf jedem Haus sehen zu müssen… Dass die Tibeter nicht schon eher ausgerastet sind, wundert mich. Aber so ist das mit der Angst. Ich sehe kein Ende der Gewaltherrschaft der Chinesen in Tibet. Zu sehr angeschlossen ist jetzt die Region.
Kommentar von Kay Groneberg — 19. März 2008 @ 14:20
Das chinesische Volk kann SELBER nichts dafür. Die kriegen nur das eingetrichtert, was die staatlichen Medien ihnen von den kommunistischen Machthabern vordiktieren. Dem Volk wird von Kindheitstagen vorgeschrieben, wie sie zu denken haben (wie einst in Nazi-Deutschland). Wenn der Dalai Lama glaubt, dass China ihnen Tibet irgendwann “zurückgibt”, kann er leider lange warten. Nur Sanktionen der Weltgemeinschaft sind erfolgsversprechend!
Kommentar von Tobias Drachenreiter — 19. März 2008 @ 16:23
Es ist wie mit dem Hund, der nur spielen will und dann doch beißt. Wenn er beißt, hat er auch Schuld. Die Chinesen tragen ihre Ideologie und ihre Weltsicht weiter in alle Teile Asiens. Jetzt kommt zum Tragen, wer Geld hat und wer nicht. Die, die reisen können, sind garantiert keine Republiksfeinde und tragen ihren Stolz überall umher- Geschäftsleute allen voran. Ich lebe seit 6 Jahren in Korea und sehe die Chinesen, die außerhalb Chinas leben- in Malaysia, in Singapur, in Korea, in Indonesien und vielen anderen asiatischen Ländern fallen die Chinesen negativ auf. Natürlich gibt es ein Volk der Fischer, ein Volk der Bauern, ein Volk der Unwissenden, ein Volk der Wissenden und mehr. Was zählt ist, was in die Welt getragen wird. Und das sind nicht 2000 Jahre Kultur und Erfindungsreichtum. Leider. Ich hasse Gleichgültigkeit, egal wo oder bei wem. Vom Platz des Himmlischen Friedens 1989 weiß kaum ein Chinese etwas. Gleichgültigkeit ist der Schutzmantel vor der Angst. Leider allzu verständlich…
Kommentar von Kay Groneberg — 19. März 2008 @ 16:43
Ich kann nicht verstehen warum man China nicht Boykottiert, denn hier werden Menschenrechte mit Füssen getreten. Wer friedlich Demonstrierende Mönche angreift ist eine Bestie und kein Mensch. und in so einem Land wie China sollen dann auch noch die Olympischen Spiele stattfinden? Ich sage Nein! Boykottiert die Olympischen Spiele, sonst wird China noch Brutaler gegen Tibet vorgehen.
Kommentar von Carolina Cardozo — 24. März 2008 @ 14:15
Statt die Olympischen spiele 2008 zu boykotieren, fände ich es sinnvoller wenn die Olympioniken bei der Eröffnungsfeier mit der Tibetischen Flagge in der Hand ins Stadion einmarschieren. Ich weiß zwar, dass die Tibetische Flagge in China verboten ist aber die würden sich dann ganz schön angepisst fühlen.
Im Zeichen der Black - Power Bewegung wurden bei olympischen Spielen ´68 in Mexiko schließlich auch schon ein stiller Protestakt geleistet, indem die Athleten auf dem Treppchen die Faust in die Luft streckten.
Boykottieren bringt nichts, hingehen und wachrütteln heißt die Devise!!!
Kommentar von Paul Ellrich — 6. April 2008 @ 21:03
[…] Bei der Bildersuche nach “Free Tibet” bekomme ich für google.cn zwar entsprechende Banner gezeigt, aber im Gegensatz zum deutschen Ergebnis nicht eine der tibetischen Free-Tibet Flaggen. […]
Pingback von Google Ergebnisse länderspezifisch vergleichen und Zensur erkennen | SEO BLOG — 26. April 2009 @ 09:15