EU-Aussenminister wollen Dalai Lama einladen
Frankreichs Aussenminister Bernard Kouchner hat heute angekündigt, dass die EU-Aussenminister den Dalai Lama nach Brüssel einladen wollen.Laut Kouchner verlangt der Dalai Lama weder den Boykott der anstehenden Olympischen Spiele in China noch die Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik. Es sei deshalb «an der Zeit»,
Gespräche aufzunehmen. Die EU-Aussenminister hatten China bereits am Samstag aufgerufen, einen «konstruktiven Dialog» mit dem geistliche Oberhaupt der Tibeter zu führen. China reagierte am Sonntag verärgert auf diese Stellungnahme.
Peking: «Separatistische Aktivitäten»
Peking hat inzwischen auch gegen die Einladung des EU-Parlaments an den Dalai Lama protestiert. Der deutsche Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering hatte den Dalai Lama eingeladen, vor den europäischen Abgeordneten zu sprechen. Zudem kritisierte die chinesische Führung den Zwischenstopp, den der Dalai Lama am 10. April in Tokio auf seinem Weg in die USA geplant hat.
Die Sprecherin des Aussenministeriums in Peking, Jiang Yu, sagte auf Fragen von Journalisten: «Wir lehnen es ab, wenn Vertreter anderer Staaten über die separatistischen Aktivitäten des Dalai Lama hinwegsehen oder diese unterstützen.»
Inzwischen geht der Protest gegen die Olympischen Spiele in China weiter.
Der Captain der indischen Fussballnationalmannschaft sagte seine Teilnahme am Fackellauf durch Delhi am 17. April ab. Es sei für ihn zwar eine grosse Ehre, dass die Wahl als Fackelträger auf ihn gefallen sei. Er wende sich aber entschieden gegen die «Unterdrückung und Folter» seitens der chinesischen Behörden in Tibet, sagte der buddhistische Sportler heute der Agentur AP.

Na endlich passiert mal etwas, daß der unerbitterlichen Politik der chinesischen Regierung entgegenwirkt.
Was in Tibet geschieht, darf nicht in Vergessenheit geraten.
Es wäre äußerst gefährlich der chinesischen Führung das Gefühl zu geben, daß sie mit ihrem unmenschlichem Vorgehen in Tibet durchkommen.
Und zusätzlich wird dann noch mit strahlenden Mienen Olympia gefeiert, na das ist eine Vorstellung, die mir zutiefst zuwider ist.
Ich teile von Herzen die Ansichten Seiner Heiligkeit, ein friedliches Zusammenleben von Chinesen und Tibetern kann nur auf freiheitlicher Ebene möglich sein, die Kultur und das spirituelle Erbe Tibets darf nicht verloren gehen.
Die Welt sollte Tibet in dieser schweren Stunde zur Seite stehen und deutliche Signale setzen.
Mein Respekt gilt dem indischen Fußballspieler für seine Entscheidung.
Die Proteste in Birma wurden auch gewaltsam unterdrückt und die Geschehnisse dort geritten viel zu schnell in Vergessenheit.
Ich bin froh, daß der Dalai Lama in vielen Ländern willkommen geheißen wird.
Wie kann man so einen liebevollen Menschen verurteilen und fürchten.
Ein Dialog Chinas mit dem Dalai Lama würde Frieden schaffen in Tibet.
Bei einer annehmbaren Lösung in der Tibetfrage würde das Ansehen Chinas in der Welt gerade im Hinblick auf die olympischen Spiele sehr verbessert.
Die olympischen Spiele bieten eine Gelegenheit für China der Wiedergutmachung.
Menschenrechte müssen Vorrang haben vor wirtschaftlichen Interessen, sonst ist unsere Welt seelenlos und leer.
Liebe Grüße,
Sascha
Kommentar von Sascha Bayer — 2. April 2008 @ 20:24