Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

Dalai Lama fordert erneut “ernsthafte” Gespräche von China

Peking (AFP) - Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, hat Peking erneut zu “ernsthaften” Gesprächen aufgefordert. “Wenn China es diesmal ernst meint, ist das positiv. Sollte es aber der Welt nur zeigen wollen, dass ‘wir diskutieren’, dann ist dieses Treffen unnütz”, sagte sein Sprecher. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird heute zu sportpolitischen Konsultationen in Peking erwartet. Auf ihrem Weg zum höchsten Punkt der Erde erreichte die olympische Flamme unterdessen das Basislager des Mount Everest.

Der Dialog mit China müsse dringend wieder aufgenommen werden, da sich die Unterdrückung in Tibet verschärfe, sagte der Sprecher des Dalai Lama. Der Dalai Lama hatte bereits am Samstag die Hoffnung auf “ernsthafte Gespräche” mit China geäußert. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hatte am Freitag gemeldet, dass die Regierung “in den nächsten Tagen Kontakt und Konsultationen mit dem privaten Vertreter des Dalai” aufnehmen werde.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte der “Bild am Sonntag”, Pekings Gesprächsangebot könne “ein wichtiger Schritt zur Entschärfung der Situation sein”. Bundesinnenminister Schäuble wird heute zu sportpolitischen Konsultationen in Peking erwartet. Während seines dreitägigen Besuchs will er mit dem chinesischen Sportminister und Chef des Chinesischen Olympischen Komitees, Liu Peng, eine Vertiefung der sportlichen Zusammenarbeit beschließen. Mit Blick auf Olympia will er außerdem mit dem Minister für öffentliche Sicherheit, Meng Jianzhu, Sicherheitskonzepte besprechen.
Eine besondere Ausgabe der Flamme traf in dem auf 5150 Metern Höhe gelegenen Lager ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Bergsteiger sollen die Fackel Anfang Mai auf den 8848 Meter hohen Gipfel im Himalaya tragen.
In Erwartung anti-chinesischer Proteste haben Sicherheitskräfte das Basislager des Mount Everest abgeriegelt, wie chinesische Medien kürzlich berichteten. Auf der chinesischen Everest-Seite sind Bergsteiger-Expeditionen demnach vollständig verboten. Der Mount Everest liegt in Nepal, die Nordroute auf den Berg führt allerdings durch Tibet.
Bewacht von 8300 Polizisten war die olympische Flamme zuvor durch die südkoreanische Hauptstadt Seoul getragen worden. In der Nähe des Olympia-Geländes kam es Augenzeugen zufolge zu kleineren Zusammenstößen zwischen pro-tibetischen und pro-chinesischen Demonstranten.

1 Kommentar

  1. Ich denke, jetzt ist es Aufgabe der Weltöffentlichkeit zu überwachen, dass aus dem angebotenen Dialog auch “etwas vernünftiges wird”.
    Ich vermute (und erste Pressemeldungen haben es auch schon bestätigt), dass die chinesischen Funktionäre planen, die Gespräche in ihre Propaganda zu integrieren. Jetzt wäre es Aufgabe der UNO, einen wirklich fähigen Vermittler zu schicken, der auch die nötige Erfahrung hat, so schwierige Gespräche zu leiten und voranzutreiben. Und schließlich verfügt die UNO auch über Sanktionsmittel!
    Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass ein tragfähiger Kompromiss gefunden wird, mit dem die Tibeter zufrieden leben können und die Chinesen nicht das Gefühl haben “ihr Gesicht” oder ihre Macht zu verlieren.

    Kommentar von suse — 28. April 2008 @ 07:36

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