Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

Chinas Strassenbau in Tibet - ökologischer Raubbau im Himalaya

Das pro-chinesische Argument (z.B.in der Wikipedia Diskussion zum Stichwort Tibet zu finden), die Chinesen würden Tibet etwas besonders Gutes tun, da der Ausbau der Infrastruktur den in entfernten Bergdörfern lebenden Tibetern helfen würde, bringt mich immer wieder aufs Neue “auf die Palme”.

Der einzige Grund für den massiven Ausbau der Infrastruktur in China hat einzig und allein den Hintergrund, daß China Strassen braucht, um die Bodenschätze und Wälder des Himalaya in Tibet hemmungslos auszubeuten und in riesigen Mengen nach China zu transportieren!


Es gibt zahllose Berichte darüber in welchem unvorstellbaren Ausmaß China den hemmungslosen Raubbau in Tibet betreibt, hier Zitate und weiterführende Links:

Der Waldbestand Tibets betrug 1950 etwa 220.000 qkm, das entspricht ca. 60% der Fläche Deutschlands, im Jahre 1985 war bereits die Hälfte der Wälder Tibets abgeholzt.
Der Raubbau an den Wäldern, vor allem in den Ostprovinzen, hat für ganz Asien weitreichende Folgen. Fünf der großen Flüsse Asiens entspringen in diesem Gebiet: Brahmaputra, Mekong, der Salween, Yangtse und Huang He (Gelber Fluss). Die Schwebstoff-Frachten der Flüsse steigen durch die zunehmende Erosion. Sie werden im Mittel- und Unterlauf abgelagert. Dort steigt wegen der sich erhöhenden Flussbetten die Überflutungsgefahr. Betroffen sind große Anbauflächen mit Millionen von Menschen in China, in Indien, in Bangladesch,…
Einige Wissenschaftler vermuten durch die Waldvernichtung auch Auswirkungen auf das Klima Asiens, insbesondere auf den für 850 Millionen Inder lebenswichtigen Monsun. Der könnte, so befürchten sie, nicht mehr in ausreichendem Maße angezogen werden oder ganz ausbleiben, wenn die kahl- geschlagenen Flächen Osttibets die sommerlichen Hochdruckverhältnisse über dem tibetischen Plateau abschwächen…

Details zu allen Aspekten des chinesischen Raubbaus bei der Tibet Initiative Deutschland e.V. unter “Tibet 2000 - Umwelt und Entwicklungsfragen

Neben die schleichende, aber offenkundige Zerstörung der tibetischen Kultur tritt der ökologische Raubbau im Land. Die Uniformität einfallsloser Betonbauweise prägt zunehmend die Architektur der Städte. Rücksichtslos betriebener Tagebau, die Verkarstung großer Landstriche, die großflächige Abholzung ohne die geringste Aufforstung und die Errichtung atomarer Endlager haben zu irreparablen Schäden in der einzigartigen Landschaft in Tibet geführt

Aus www.planet-wissen,de, die Tibetfrage.

Die wahllose Abholzung ist ein anderes Thema. Die Chinesen haben die Wälder in Staatsforste und Volkswälder eingeteilt. Als die Staatsforste völlig vernichtet waren, begannen sie damit, Bäume in den Volkswäldern abzuholzen. Der Rinpoche versuchte den Behörden klarzumachen, daß die Zerstörung der uralten Wälder katastrophale Folgen haben würde. Tatsächlich konnte er die Zerstörung mehrerer Wälder abwenden.

Aus dem www.tibetfocus.com Interview “Geshe Lobsang Tenpa über seinen Lehrer Tenzin Delek Rinpoche“.

Die chinesischsprachigen Medien produzieren ausführliche Statistiken über die Anzahl der gepflanzten Bäume und das Ausmass der neu bepflanzten Flächen, sie loben den angeblichen Enthusiasmus der Tibeter, schweigen sich jedoch über die bisherige Verwendung des Landes aus. Die Tibeter jedoch befürchten, die Kampagne könnte mit dem Bestreben der Regierung zur Reduzierung der Bevölkerungsdichte in bestimmten ländlichen Gegenden zu tun haben. Viele Tibeter meinen auch, sie müssten nun indirekt für den jahrzehntelang betriebenen Raubbau an den Wäldern Ost-Tibets bezahlen, die mit zu den Flutkatastrophen in China seit 1998 beigetragen haben.

Aus Tibet auf dem Säntis

Wenn die Volksrepublik China heute mit einer Politik der brutalen Unterdrückung den Raubbau an Bodenschätzen in Xinjiang (Ostturkistan) und Tibet vorantreibt und davon vor allem die Industriegebiete im Osten des Landes profitieren, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in diesen Regionen gewaltsamer Widerstand gegen die Ausplünderung des Landes entstehen wird

Aus “Menschenrechte dürfen beim Handel mit China nicht ausgegrenzt werden

Der Fall Tenzin Delek zeige, dass die chinesische Regierung in Bezug auf Tibet weiterhin keine unkontrollierten politischen oder religiösen Aktivitäten dulde, sagte Mickey Spiegel von Human Rights Watch in New York. Die Behörden bemühten sich seit zehn Jahren, Tenzin Delek zum Schweigen zu bringen, da er sich für Umweltschutz und bessere soziale, religiöse und gesundheitliche Lebensbedingungen in den von Tibetern bewohnten Gegenden Sichuans einsetze.

Aus Bericht über Todesurteil gegen tibetischen Mönch, gefunden auf www.waldportal.org

Ehemalige Insassen berichten, dass Flüchtlinge, die auf ihrem Rückweg von Indien nach Nepal gefasst werden, strengerer Behandelung und längeren Strafen ausgesetzt sind als die aus Tibet flüchtenden. Tibeter, die Strafen im „Neuen Empfangszentrum Tibets” oder im Nyari-Gefängnis in Shigatse abgedient haben, berichten, dass die meisten an der Grenze festgenommenen Personen eine drei- bis fünfmonatige Gefängnisstrafe erhalten, schwer geschlagen und regelmäßig (meist durch Schläge mit Elektroschockstäben) gefoltert werden. Sie müssen Schwerstarbeit, meist im Straßenbau in und um Shigatse, leisten.

Aus “Sieben immer noch in Haft” auf www.savetibet.org

Angesichts dieser Berichte ist die bereits öfter gelesene Auffassung, daß der Ausbau der Infrastruktur (speziell der Strassenbau) durch China in Tibet wohltätig oder gar uneigennützig sei, wohl doch eher als pro-chinesische Propaganda zu werten und sollte so nicht zitiert werden.

Welche Bedeutung die Wälder des Himalaya und speziell des Tibetplateau für das Weltklima haben, zeigt der folgende Auszug eines Projektes unter “Geologie erleben - Himalaya, Tibet, Pamir” der Universität Freiberg:

Nun warum ist dieses Tibetplateau von Bedeutung? Nur ein Beispiel: seine Entstehung hat das Weltklima entscheidend verändert und das heute dort herrschende Klima beeinflusst 2/3 der Weltbevölkerung durch den asiatischen Monsun. Das Weltklima wird vom Hadley-Zyklus bestimmt, dem Aufsteigen warmer Luft am Äquator und dem Absinken kühler und trockener Luft um 30°N und S, was die großen Wüstengebiete der Erde bedingt. Dieses Plateau, das genau auf ca. 30°N eine extreme Wärmequelle in der oberen Atmosphäre bedingt, bewirkt in ganz Asien eine dem Hadley-Zyklus entgegenwirkende Konvektionszelle und verursacht durch das Ansaugen tropisch feuchter Luft aus dem Bereich des indischen Ozeans den asiatischen Sommermonsun. Die internationale Forschung ist gerade dabei der Entstehung des Tibetplateaus noch viele andere Sachen anzuhängen: einen wesentlichen Einfluss auf die Bildung der letzten Eiszeiten, vielleicht auch eine Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit überhaupt.

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