Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

China spricht neue Drohungen gegen den Dalai Lama aus

Peking (AFP) - China hat nach den gewalttätigen Protesten in Tibet seine Drohungen gegen den Dalai Lama erneuert. Die “Clique des Dalai Lama” werde unweigerlich besiegt werden, schrieb die staatliche “Volkszeitung”. “Es spielt keine Rolle, ob der Dalai Lama und seine Anhänger sich mit dem Deckmantel von ‘Frieden’ und ‘Gewaltlosigkeit’ verkleiden,

ihre spalterischen Sabotage-Aktivitäten sind zum Scheitern verurteilt”, hieß es in dem Kommentar, der auch von anderen staatlichen Zeitungen gedruckt wurde.
Andere staatliche Medien kritisierten die westliche Berichterstattung über die Unruhen in Lhasa und anderen chinesischen Provinzen. Zehntausende chinesische Internetnutzer hätten sich über die ungerechte Berichterstattung beschwert, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Der EU-Parlamentspräsident droht mit Boykott
Hans-Gert Pöttering, hält diese Maßnahme für gerechtfertigt - wenn China nicht Gespräche mit dem Dalai Lama aufnimmt. Am Mittwoch werde das Europäische Parlament über die Lage in Tibet beraten, kündigte Pöttering an. “Ich fordere die EU-Länder auf, bei der Verteidigung der Menschenrechte in Tibet mit einer Stimme zu sprechen.” Der Parlamentspräsident stellte auch die Entwicklungszusammenarbeit mit Peking in Frage: “China ist für Europa ein wichtiger Partner, zum Beispiel beim Klimaschutz. Dialog und Zusammenarbeit sind im gegenseitigen Interesse. Aber das tibetische Volk darf dafür nicht geopfert werden. Wir würden unsere Selbstachtung verlieren.
“Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper, lehnte einen Olympia-Boykott ab. Ein solcher Schritt würde weder den Menschen in Tibet noch den chinesischen Menschenrechtsaktivisten helfen, sagte Vesper der Rheinpfalz am Sonntag.
Weitere Diskussion um Boykott von Olympia
Zugleich trat Vesper dafür ein, dass Funktionäre und Sportler offen Kritik an der Menschenrechtspolitik Pekings üben sollten. Zurückhaltung wäre fehl am Platze. Die chinesische Regierung komme um einen gewaltfreien Dialog mit dem Dalai Lama und den Tibetern über die Zukunft des Landes nicht herum. Peking müsse alles unternehmen, “damit kein Schatten auf die Olympischen Spiele fällt”, sagte Vesper, der früher für die Grünen Minister in Nordrhein-Westfalen war.
Auch der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert (SPD), sprach sich gegen einen Boykott der Olympischen Spiele aus. Dem Sport würde damit eine Verantwortung übertragen, der er nicht gerecht werden könne, sagte Danckert der Zeitung.
Was die Einhaltung der Menschenrechte angehe, sei vor allem die Politik gefragt. Dort seien längst noch nicht alle Möglichkeiten einer Einflussnahme auf die chinesische Regierung ausgeschöpft. Noch ist Zeit für Free Tibet und den Olympischen Spielen.

1 Kommentar

  1. Wenn die Vergabe der olympischen Spiele an ein Land daran geknüft ist, dass es sowohl die Menschenrechte als auch die Meinungs und Presse achtet und einhält, war die Vergabe an China sowieso schon ein Wagnis.
    Es sieht fast so aus als wolle man die bisherigen Kosten dafür nicht opfern. Ebensowenig will man sich eingestehen, einen Fehler mit der Vergabe gemacht zu haben.
    Seit über 50 Jahren wird Tibet unterdrückt. Welche
    Leute sitzen eigenlich in den kommitees zur Vergabe der Spiele, wenn man soetwas übersehen
    hat ?
    Curt Goetz hat einmal gesagt: ” Kein Fehler kann groß genug sein, als dass er durch Beharrlichkeit nicht noch größer werden könnte”.
    Durch das durchführen der olympischen Spiele würde n die Kommunisten in China nur lernen, dass auch im Westen zuerst das Fressen und dann die Moral kommt, und dass Sie weiter die Menschenrechte mit Füssen treten können. Selbstverständlich ist es sehr schade für die Sportler, die jahrelang für Olympia trainieren, aber kann man sich denn
    freuen, in solch einem Land bei Wettkämpfen teilzunehmen ?

    Herzliche Grüße
    Daoreha

    Kommentar von Daoreha — 24. März 2008 @ 15:38

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