Freiheit für Tibet - Stoppt Unterdrückung der Tibeter durch China - Free Tibet!

Aus Solidarität hissen Deutsche Städte die Tibet-Flagge

Aus Solidarität mit den Menschen in Tibet und aus Protest gegen die chinesische Politik haben zahlreiche deutsche Rathäuser die Tibet-Flagge gehisst. In mehr als 20 Städten fanden Mahnwachen und Demonstrationen statt.

Mit Protestaktionen ist am Montag in deutschen Städten gegen die chinesische Tibet-Politik demonstriert worden. Vor zahlreichen Rathäusern wurde aus Solidarität mit den Menschen in der Himalaya-Region Tibet-Fahne gehisst.

Flagge fuer Tibet

Ja, ich zeige Flagge für Tibet!

In Hannover protestierten Dutzende Menschen anlässlich der Ankunft des Olympischen Feuers in Peking gegen das Engagement des VW-Konzerns bei den Spielen.

Die Tibet Initiative Deutschland (Tid) hatte zu Aktionen und Mahnwachen in über 20 deutschen Städten aufgerufen, unter anderem Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf und Frankfurt. Insgesamt blieb die Resonanz aber vielerorts verhalten.

Rund 300 Menschen versammelten sich in Berlin vor der chinesischen Botschaft. «Bei uns im Westen gibt es oft nur viele Worte - doch auch die Taten zählen», sagte Schauspieler Ralf Bauer in einer Rede vor den Berliner Demonstranten.
In Baden-Württemberg protestierten nach Polizeiangaben einige Dutzend Menschen gegen das brutale Vorgehen Chinas in Tibet.

Fackellauf durch Tibet könnte neue Unruhen auslösen

Während die Olympische Fackel gestern feierlich und unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit in Peking begrüßt wurde, halten die Proteste, die täglichen Verhaftungen und die verstärkte militärische Präsenz in Tibet an», kritisierte die Tid die Zustände in dem Land. Das Olympische Feuer soll auch durch Tibet getragen werden.

Ein Fackellauf durch Tibet könnte erneut zu Unruhen in dem Land führen

… warnte der Sprecher der International Campaign for Tibet, Chompel Balok, in Berlin.

Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann sagte, sie habe 2000 Armbänder bestellt, die mit einem Kreuz und dem Vers aus Psalm 85 «…dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen» versehen sind. «Ich werde jedem Sportler, jeder Sportlerin, die für unser Land nach Peking fahren, wenn sie es wünschen, ein solches Band schenken.» Es könne ein Zeichen der Solidarität mit den Tibetern sein.

«Schweigen ist nicht immer Gold» Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen forderte die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft auf, sich für die Bedrängten in Tibet einzusetzen. Es gehe nicht an, sich aus wirtschaftlich finanziellen Interessen vornehm zurückzuhalten. «Schweigen ist nicht immer Gold», das habe sie bei ihren Gesprächen in China zur Tibet-Frage gespürt und befolgt, sagte Jepsen vor rund 300 Demonstranten.

Auf Plakaten der Demonstranten in Hannover hieß es, «VW fährt für Olympia - Bitte nicht durch Tibet, Herr Wulff». Die Gesellschaft für bedrohte Völker forderte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) auf, sich als VW-Aufsichtsrat gegen das Engagement des Autokonzerns einzusetzen. VW will aber an dem Engagement festhalten. Wie ein Sprecher sagte, stellt der Konzern rund 1000 Autos, die den Fackellauf begleiten.

Der 31. März war von 180 Unterstützergruppen zum Internationalen Solidaritätstag für Tibet ausgerufen worden. Mit ihren Aktionen wollen die Aktivisten ihre Forderung vom 18. März an das Internationale Olympische Komitee (IOC) unterstreichen, dass Tibet unverzüglich von der Route des Fackellaufs gestrichen werden soll. Mehr als 10.000 Faxe mit dieser Forderung wurden laut Tid an den IOC-Präsidenten Jacques Rogge geschickt. Das IOC hält weiterhin an der geplanten Route fest.

Polizei löste Demonstration in Nepal auf Proteste gab es auch in anderen Ländern. In Nepals Hauptstadt Kathmandu riefen Hunderte Exil-Tibeter vor der chinesischen Botschaft in Sprechchören: «Stoppt das Töten in Tibet» und «Lang lebe der Dalai Lama». Die Polizei löste die Protestaktion auf, setzte laut Augenzeugen Schlagstöcke ein und nahm mehr als 150 Menschen fest. Die Regierung in Kathmandu unterstützt Peking in seiner Tibetpolitik.

Mehrere hundert Menschen gingen auch in Sydney in Australien auf die Straße. Dort blieben die Proteste friedlich. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta demonstrierten vor der chinesischen Botschaft rund 200 Menschen, darunter zahlreiche buddhistische Mönche.(dpa/AP)

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